Was ist Schönheit? Eine Frage an den neuen Oberbaudirektor, Herrn Franz Josef-Höing.

Liebe Feng Shui-Freunde,

wir befinden uns im Jahr des Erd-Hundes. Es wird ein Jahr voller Freude, vieler neuer Begegnungen und ein größeres Miteinander sein. Vor allem werden immer mehr Menschen merken, dass nur gemeinsam die Ziele erreicht werden. Außerdem wird es ein Jahr voller Güte sein, denn Hunde sind zueinander loyal und treu. Also, in diesem Jahr heißt das Credo: „Einer für alle, alle für einen.“

Dieses Verständnis wird anscheinend jetzt auch von der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen geteilt. Denn dazu hat die BSW eine Veranstaltung namens Hamburg gestalten! Impulse zur Stadtentwicklung gegeben. Gastredner waren Bausenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt und Oberbaudirektor Franz Josef-Höing. Moderiert wurde das Ganze vom Architekturkritiker Ulrich Greiner. Allerdings konnte man nur an dieser Veranstaltung teilnehmen, wenn man eine Einladung bekam.

Nun…da ich seit Oktober 2017 im Arbeitskreis Stadtentwickung in der Patriotischen Gesellschaft aktiv bin und eine Einladung durch die Gesellschaft bekommen habe, nahm ich natürlich die Gelegenheit wahr. Als junge Frau und dann noch als Feng Shui-Beraterin fühle ich mich auf solchen Veranstaltungen wie ein Einhorn. Zugegeben finde ich das sogar großartig! Warum? Die Mehrheit der Menschen, die in der Bauwelt das Sagen haben, sind Männer ab 50 Jahre. Aber glücklicherweise freuen sich die vielen Männer, wenn sie mich sehen. So kommen dann auch viele interessante Gespräche zustande und ich kann Euch jetzt schon verraten: Wenn es um harmonischs und schönes Bauen geht und ich davon erzähle, wie ich das Stadtbild von Hamburg wahrnehme, stimmen mir viele im Grunde zu. Ich sage oft: „Hamburg ist an sich schön, aber wenn wir weiterhin diese unansehlichen modernen Glaskasten-Häuser bauen und dann auch noch alles dicht bebauen, so wird sich das Stadtbild von Hamburg sehr verändern. Ich befürchte, es wird unschöner.“

Dieses Gefühl haben viele Akteure in der Bauwelt. Nicht ohne Grund hat dann Ulrich Greiner den neuen Oberbaudirektor Franz Josef-Höing gefragt: „Was ist für Sie Schönheit, Herr Höing?“ Er dachte lange nach und guckte fraglos in das Publikum. Es entstand durch seine Reaktion eine gewisse Situationskomik. Einige im Publikum fingen an zu lachen, weil wir wussten, dass das Thema Schönheit nicht sein ‚Ding‘ ist. Als ich das sah und bemerkte, dass der liebe Herr Höing keine klare Antwort bekam und er den üblichen Spruch gesagt hat „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“, war mir sofort klar: Das zu beanworten ist mein Job. Der Spruch drückt nur die halbe Wahrheit aus, denn zum schönen und harmonischen Bauen gibt es tatsächlich Formeln. Also, lieber Herr Höing, falls Sie das lesen, wann kommen wir zusammen, damit ich Ihnen erzählen kann, was Schönheit ist? Ich würde mich sehr freuen! Wir haben ja nicht umsonst das Jahr des Miteinanders.

P.s.: Das linke Bild von mir nenne ich: „Das Weibliche (Yin) in der Bauwelt“

 

 


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